Elektroinstallation · Neubau & Sanierung

Am Übergabetag schaltet jede Leitung genau wie geplant.

Elektroinstallation für Neubau, Sanierung und Erweiterung: von der Rohinstallation über den Zählerschrank bis zur Endmontage, für Gewerbe und Fachbetriebe in Bielefeld, Halle (Westf.) und OWL. Festpreis bei klar definiertem Umfang, Übergabe mit Prüfprotokoll.

Elektroinstallateur verlegt Kabel und Leerrohre in einer Rohbauwand vor dem Verputzen

Was zur Elektroinstallation gehört

  • Rohinstallation: Kabel- und Leitungsverlegung sowie das Setzen von Unterputzdosen und Leerrohren nach Grundriss und Stromkreisplan – vor Beginn der Putz- und Trockenbauarbeiten, damit die Folgegewerke ohne Wartezeit anschließen können.
  • Zählerschrank-Vorbereitung: Zählerplatz und Anschlussraum werden nach den technischen Anschlussbedingungen (TAB) des zuständigen Netzbetreibers auf Basis der VDE-AR-N 4100 vorbereitet und bestückt.
  • Verteilerbau: Unterverteiler mit Sicherungsautomaten und Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD) nach Stromkreisplan bestücken, Stromkreise eindeutig kennzeichnen.
  • Schutzmaßnahmen nach DIN VDE 0100-410: RCD-Schutz für Steckdosen- und Beleuchtungsstromkreise, damit Personen im Fehlerfall geschützt sind.
  • Endmontage: Montage von Schaltern, Steckdosen und Leuchtenauslässen sowie Anschluss der vorgegebenen Betriebsmittel, nach Fertigstellung von Putz, Estrich und Bodenbelag.
  • Prüfung vor Inbetriebnahme nach DIN VDE 0100-600: Sichtprüfung, Messung (u. a. Schutzleiterwiderstand, Isolationswiderstand) und Funktionsprobe der Schutzeinrichtungen.
  • Übergabe mit Prüfprotokoll, Schaltplan und vollständiger Dokumentation – Festpreis bei klar definiertem Umfang, Rückmeldung in der Regel am selben oder nächsten Werktag.

Normen, Zuständigkeiten und Bauphasen im Überblick

Was für Rohinstallation, Zählerschrank und Endmontage tatsächlich gilt – nach DIN VDE 0100, TAB des Netzbetreibers und den einschlägigen Prüfnormen.

Grundnorm Elektroinstallation
DIN VDE 0100 – Errichten von Niederspannungsanlagen bis 1000 V AC / 1500 V DC, unterteilt in Teile u. a. für Schutzmaßnahmen, Leitungsauslegung und Prüfung
Zählerplatz & Netzanschluss
Technische Anschlussbedingungen (TAB) des jeweils zuständigen Netzbetreibers, bundesweit auf Basis der VDE-AR-N 4100
Personenschutz Steckdosenstromkreise
RCD mit max. 30 mA Pflicht bis 32 A Bemessungsstrom (DIN VDE 0100-410)
Personenschutz Beleuchtungsstromkreise
RCD-Pflicht auch für Beleuchtungsstromkreise in Wohnungen (DIN VDE 0100-410, Abschnitt 411.3.4)
Abschaltzeit im Fehlerfall (Endstromkreise bis 32 A)
TN-System 0,4 Sekunden, TT-System 0,2 Sekunden (Tabelle 41.1, DIN VDE 0100-410); für Verteilungsstromkreise gelten andere, i. d. R. längere Werte.
Mindestausstattung Wohngebäude
DIN 18015-2 (private Norm, Empfehlung) – Grundlage der HEA-Ausstattungswerte, Basisstufe = 1-Stern-Installation
Prüfung vor Inbetriebnahme
DIN VDE 0100-600 – gilt für neu errichtete UND geänderte/erweiterte Anlagen; Sichtprüfung, Messung, Erproben, Dokumentation
Wer prüfen darf
Nur die Elektrofachkraft

Die TAB unterscheiden sich im Detail je nach Netzbetreiber – bindend ist immer die TAB des für die jeweilige Baustelle zuständigen Netzbetreibers. DIN 18015-2 ist eine private Norm ohne Gesetzeskraft; sie wird zur verbindlichen Grundlage, sobald sie im Bauvertrag vereinbart ist.

So läuft die Umsetzung

  1. Planung & Angebot

    Grundriss, Stromkreisverteilung und die Anforderungen des zuständigen Netzbetreibers an den Zählerplatz werden geklärt. Bei klar umrissenem Umfang zum Festpreis.

  2. Rohinstallation

    Leitungen, Leerrohre und Unterputzdosen werden vor Putz- und Trockenbauarbeiten verlegt und im Bauplan dokumentiert, damit die Folgegewerke pünktlich anschließen können.

  3. Zählerschrank & Verteilerbau

    Zählerplatz nach TAB vorbereiten, Unterverteiler mit Sicherungsautomaten und RCD nach Stromkreisplan bestücken. Anmeldung und Inbetriebsetzung koordinieren wir über unseren eingetragenen Installationspartner, den Zähler setzt der Messstellenbetreiber.

  4. Endmontage, Prüfung & Übergabe

    Schalter, Steckdosen und Leuchten werden montiert, die Anlage wird nach DIN VDE 0100-600 geprüft, Sie erhalten Prüfprotokoll und vollständige Dokumentation.

Häufige Fragen

Was Auftraggeber vor der Beauftragung wissen wollen.

Bei der Rohinstallation werden Kabel, Leerrohre und Unterputzdosen verlegt. Das geschieht vor Putz- und Trockenbauarbeiten und schafft die sogenannte Baufreiheit für die Folgegewerke. Die Endmontage folgt danach: Schalter, Steckdosen und Leuchten werden montiert, die Anlage wird geprüft und dokumentiert übergeben.

Nur der Netzbetreiber selbst oder ein in ein Installateurverzeichnis eingetragenes Installationsunternehmen. Das schreibt § 13 NAV für den Abschnitt zwischen Hausanschlusskasten und Zähler vor. Wir bereiten den Zählerplatz nach den technischen Anschlussbedingungen (TAB) vor; Anmeldung und Inbetriebsetzung erbringen wir über unseren eingetragenen Installationspartner. Die Verantwortung Ihnen gegenüber bleibt bei uns. Den Zähler setzt der Messstellenbetreiber.

Das hängt vom Umfang ab: Neubau, Sanierung oder Erweiterung unterscheiden sich stark in Anzahl der Stromkreise, Zählerschrank-Aufwand und Bauzustand. Sobald Grundriss und Ausstattungswunsch feststehen, kalkulieren wir einen Festpreis. Pauschale Angaben ohne Bestandsaufnahme machen wir nicht.

Ja, für praktisch alle Steckdosenstromkreise bis 32 A und für Beleuchtungsstromkreise in Wohnungen schreibt DIN VDE 0100-410 einen RCD mit maximal 30 mA vor. Zusätzlich verlangt DIN VDE 0100-530, einen Verteilungsstromkreis auf mindestens zwei RCDs aufzuteilen, damit nicht die gesamte Anlage abschaltet, wenn einer auslöst.

Die Normenreihe DIN VDE 0100 („Errichten von Niederspannungsanlagen“) ist die Grundnorm für Anlagen bis 1000 V Wechsel- bzw. 1500 V Gleichspannung. Sie ist in Teile gegliedert, etwa für Schutzmaßnahmen (Teil 410) sowie Leitungsauslegung und Prüfung (Teil 600).

Ja. DIN VDE 0100-600 verlangt die Prüfung vor Inbetriebnahme ausdrücklich auch für elektrische Anlagen, die geändert oder erweitert werden, nicht nur für komplette Neuanlagen.

Eine gesetzliche Mindestzahl gibt es nicht, DIN 18015-2 liefert dafür aber eine anerkannte Planungsgrundlage: die HEA-Ausstattungswerte von der Basis- bis zur Komfortstufe. Wir legen den gewünschten Ausstattungswert vor der Rohinstallation gemeinsam mit Ihnen fest, weil sich das im Nachhinein nur mit Aufwand ändern lässt.

Prüfprotokoll mit Messwerten nach DIN VDE 0100-600, den aktuellen Schaltplan und eine Übersicht der verlegten Stromkreise. Das ist die Grundlage für spätere Erweiterungen, Wartung oder wiederkehrende Prüfungen wie DGUV V3.

Fachliche Angaben und ihre Quellen
  • Netzanschlüsse werden ausschließlich vom Netzbetreiber hergestellt, unterhalten, erneuert, geändert, abgetrennt und beseitigt.§ 8 Abs. 1 NAV – https://www.gesetze-im-internet.de/nav/__8.html
  • DIN VDE 0100 ist die Normenreihe für das Errichten von Niederspannungsanlagen bis 1000 V AC/1500 V DC, unterteilt in Teile u. a. für Schutzmaßnahmen, Leitungsauslegung und Prüfung.https://www.elektrofachkraft.de/sicheres-arbeiten/errichten-elektrischer-anlagen-nach-vde-0100
  • Die VDE-AR-N 4100 (Technische Anschlussregeln Niederspannung) ist die bundesweite Grundlage, auf der Netzbetreiber ihre individuellen Technischen Anschlussbedingungen (TAB) erstellen; die TAB wird über den Netzanschlussvertrag nach § 19 EnWG verbindlich.https://volt-e.de/vde-ar-n-4100
  • Nach DIN VDE 0100-410:2018-10 muss eine RCD mit max. 30 mA bei Steckdosen in Endstromkreisen bis 32 A Bemessungsstrom eingesetzt werden.https://www.dke.de/resource/blob/1955610/b837e9e658e5469b891a03bdcc36b3df/konzept-din-vde-0100-410-pdf-data.pdf
  • Nach DIN VDE 0100-530:2018-06, Abschnitt 531.3.6, muss ein Verteilungsstromkreis auf mindestens zwei Fehlerstromschutzeinrichtungen aufgeteilt werden, wenn Personenschutz (RCD ≤ 30 mA) gefordert ist – damit nicht alle davon versorgten Endstromkreise bei einer Auslösung gleichzeitig abschalten.https://www.elektrikerwissen.de/aufteilung-stromkreise-fehlerstromschutzschalter/
  • DIN VDE 0100-410:2018-10 fordert in Abschnitt 411.3.4 erstmals RCD-Schutz auch für Beleuchtungsstromkreise in Wohnungen im TN- und TT-System, mit Abschaltzeiten von 0,4 s (TN) bzw. 0,2 s (TT).https://www.elektrikerwissen.de/din-vde-0100-410-fi-schutzschalter-pflicht/
  • DIN VDE 0100-600 schreibt die Prüfung jeder Anlage während der Errichtung und nach Fertigstellung vor Inbetriebnahme vor – auch für geänderte oder erweiterte Anlagen; die Prüfung umfasst Sichtprüfung, Messung, Funktionsprüfung und Dokumentation.https://deutscher-pruefservice.de/din-vde-0100-teil-600/
  • DIN 18015-2 regelt Art und Umfang der Mindestausstattung elektrischer Anlagen in Wohngebäuden und bildet die Grundlage der HEA-Ausstattungswerte (Basisstufe = 1-Stern-Installation).https://hager.com/de/wissen/normen/din-18015
  • Arbeiten am Abschnitt zwischen Hausanschlusskasten und Zähler (samt Zähler) dürfen nur vom Netzbetreiber selbst oder einem in dessen Installateurverzeichnis eingetragenen Fachbetrieb ausgeführt werden (§ 13 NAV).https://www.gesetze-im-internet.de/nav/__13.html
  • Zur Rohinstallation zählen alle Arbeiten, die vor Putz-, Maurer- und Trockenbauarbeiten stattfinden und für die Folgegewerke Baufreiheit schaffen; die Endmontage – Schalter, Steckdosen, Leuchten, Messung – folgt danach.https://www.elektropraktiker.de/fachartikel/detail/rohinstallation
  • Rückmeldung in der Regel am selben oder nächsten Werktag; Festpreis bei klar definierbarem Leistungsumfang.Bielektro MARKE.md / Bestandsseite bielektro.de FAQ (O-Ton, verifiziert 23.07.2026)
  • Bielektro GmbH (Amtsgericht Gütersloh, HRB 14595): Anmeldung und Inbetriebsetzung der Kundenanlage über einen eingetragenen Installationspartner; die vertragliche Verantwortung bleibt bei Bielektro.AGB der Bielektro GmbH, Fassung 4.1, Stand 22.09.2026, § 4

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